Freier Fall in Schlaraffenstadt!
Hallihallo ihr Lieben!
Mittlerweile sind wir in Can Tho gestrandet, einer kleinen, reichen Stadt mitten im Mekong-Delta… (klein ist relativ – 1,9Mio Ein- und Umwohner) Hierher gekommen sind wir, weil es hier die sagenumwobenen floating markets gibt, die wir uns dann auch gleich morgen frueh anschauen wollen…
Aber zunaechst wollen wir euch unser Abschiedsabendessen in Chau Doc nicht vorenthalten! Shrimps, Shrimps und noch ein paar zur Deko und das ganze in einem alten Hinterhof mit Wellblech-bedeckter Zentralkueche umgeben von alten, franzoesischen Villen! … macht euch selber ein Bild, fuer ein Vorher-foto war der Hunger zu gross… =)
Am naechsten Tag haben wir dann gemuetlich gegen dreiviertel 10 unser… mittelmaessiges Thuan Loi Hotel verlassen und wurden im Miniminibus zum masslos ueberteurten echten Minibus gekarrt (wir haben 5$ p.P. bezahlt, alle anderen Nicht-Auslaender 15.000Dong, also ungefaehr ein Fuenftel… man lernt nie aus!) und dann gings in einer Kamikaze-Fahrt, ungefaehr nur auf der Gegenfahrbahn (ausser es gab ne bauliche Trennung ^^) in 30min unter der eigentlichen Ankunftszeit (HILFE!) nach Can Tho, wo wir mal wieder irgendwo im Nirgendwo rausgeschmissen wurden. Can Tho ist die industrielle Hauptstadt des Mekong-Delta – und das ganz offensichtlich: Es gibt einen Supermarkt! Und dann noch einen… wir waren in Schlaraffenstadt gelandet und haben uns natuerlich gleich mit Kiri eingedeckt!!
Zu allem Ueberdruss kamen wir dann auch noch an einer halbwegs westlichen Baeckerei vorbei und kauften uns auch dort ein paar Leckereien – was eigentlich ein Schokohoernchen sein sollte, war dann zwar Bratwurst im Schlafrock aber wenigstens gab’s Osterbrot! Lecker matschig…
Um den Reichtum der Stadt noch deutlicher nach aussen hin zu zeigen, hat man irgendwann beschlossen, einen Vergnuegungs-Wasserpark anzulegen… Also rein mit uns! Planschen…?! Neenee, sowas wie schwimmen machen die gar nicht. Mal davon abgesehen, dass ich die (fast, eine kam noch!) einzige Frau im Bikini war – hier gehen alle mit kompletten Klamotten ins Wasser!! Warum? – gibt’s auch kein wirkliches Schwimmbecken sondern nur RUTSCHEN! (und ein kleines Wellenbecken, aber nich immer Wellen..) Aber was fuer Rutschen! Wir dachten ja erst, alle waeren zu, weil zu gefaehrlich… Doch die konnte man benutzen! Also wir todesmutig ins Abenteuer gestuerzt (im wahrsten Sinne des Wortes…):
Die linke ging 85Grad runter und dann vielleicht 82 wieder hoch, man musste sich in so ein Boot setzen (wie im Atlantis) und auf gings! Die ersten gefuehlten 18m komplett freier Fall und wir hatten Angst, dass wir uns vom Boden loesten!! Unten war dann aber Wasser drin und das fungierte als Bremse… Wahnsinns-Adrenalinschock!
In die andere Rutsche musste man eine Yogamatte mitnehmen und sich dann abstossen – Michi ist sogar ueber den zweiten Huegel gehuepft! Naja, und dann gab’s noch eine, die war ganz dunkel (ohne Geraetschaften) und ging in verschiedene Richtungen und noch ne normale mit Reifen… wir hatten eine Menge Spass! (Und waren wahrscheinlich auch fuer alle anderen DIE Attraktion des Schwimmbads…)
Zum Abendessen gab’s zur Feier des Geburtstages von Michis Mama echtes STEAK fuer Michi und mal wieder (*lach*) gegrillte Shrimps fuer mich… suuuuperlecker. Wir moegen jetzt doch auch vietnamesisches Essen…
Heute frueh haben wir leider verschlafen und so gab’s keine floating markets, sondern nur sightseeing (Pagoden mal wieder, sieht irgendwie alles ziemlich gleich aus – ohne ignorant klingen zu wollen!) und Fruehstueck vom Baecker und Regen… und jetzt endlich unsere erste Massage!! Wir sind sehr gespannt…
Herzliche Gruesse -
Frieda und Michi
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