Kaiserstadt und Mausoleen fuer grosse Jungs

Ein herzliches Joah (Prost auf vietnamesisch) nach Hause!

Seit unserem letzten Eintrag sind wir wieder mal ein bisschen Bus gefahren – nach Hue! Ankunft war ‘business as usual’ und wir sind laufender Weise ins Stadtzentrum und haben auch nach kurzer Suche ein Gaestehaus in unserer Preisklasse gefunden (Huong Hoang  - 5$). Nach verzweifelten Versuchen, unsere Traveller Schecks in echtes Geld zu tauschen sind wir los, auf die andere Seite des Perfume Rivers (ein RIESIG breiter Fluss, der gar nicht nach Parfuem riecht!) vorbei an einem monstroesem Fahnenturm rein in die Zitadelle Hues. Man muss sich das ein bisschen vorstellen, wie die Neembercher Burg, nur in ca. 15mal so gross! Es gibt dann sogar noch in der Stadt in der Stadt eine kleine Stadt… kostet wie alles halbwegs Interessantes hier in Hue ziemlich genau 55.000d (=3,50$) Eintritt.

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Auf dem Bild sieht man einen der vielen Seitenpavillons mit ein bisschen Wassergraben und einige der unzaehligen Lampions, die zu Ehren irgendeines Feiertages aufgehaengt wurden. Richtig suesser Versuch, das Gelaende etwas aufzupeppen! Spannend war mal wieder der direkte Kontakt, den man zu der Anlage hat – man darf so ziemlich ueberall hin (mal von einsturzgefaehrdeten Bibliotheken abgesehen) und darf alles anfassen (ausser die Urnen der alten Kaiser…). So spannend das war und so beeindruckend die Ausmasse der Zitadelle waren, so kaputt und ausgelaugt waren wir auch von der Sonne. Nach ein bisschen Formalitaeten (Fluege buchen, Bustickets holen -> Schlafbus mit echten Liegen!, Sightseeingtour organisieren, …) gings dann unter die Dusche und durch Zufall in ein richtig feines Nobelrestaurant. In passablem Englisch und vorbildlichen Manieren wurden uns TomYamGum und SpaghettiMarinara serviert – und erst der Nachtisch! WOW! : ) – zur Beruhigung: 11$ inkl. zwei Fruchtshakes und lecker Bier!

Tagsdrauf war wiedermal Aufstehen um 7:30 – mit dem Boot gings den Fluss runter ins Hue’sche Hinterland. Die kostspielige Fahrt (2$) beinhaltete neben Fuehrer und Bootsfahrt auch ein Mittagessen – rice with beans (oh, oh)… Nach nur einem Tempel, einer Pagode und einer Grabstaette durften wir herausfinden, dass das nur Panikmache war, um ihren ueberteuerten Fisch an den Mann zu bringen. In Wirklichkeit war es naemlich Reis mit super leckeren Bohnen, eingelegtem Tofu (ja, sogar ich hab Tofu gegessen!), Quiche und sogar ein paar Fruehlingsrollen….  und das ganze serviert auf ein paar Reismatten, die auf dem Boden des Boots ausgelegt wurden – witzig!

Nach der Staerkung haben wir uns letzendlich auch dazu durchgerungen, uns eins der “Mausoleen” anzuschauen (jedes der 3 vorherigen haette pro Person die oben erwaehnten 55.000d gekostet!). Anhand der Postkarten, die man ueberall kaufen soll, hat man deutlich gesehen, dass es sich im Endeffekt immer um den gleichen Aufbau handelt, und somit war es gar nicht schlecht, dass wir uns fuer nur eine Grabstaette (die groesste – Minh Mang) entschieden haben.

Von wegen Mausoleum -> einen ganzen Park inkl. kuenstlichen Seen haben die da gebaut!

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Besonders hier kann man den chinesischen Einfluss noch deutlich sehen – die ehemaligen vietnamesichen Schriftzeichen, ueberall Drachen und die Ahnenverehrung.

Nach soviel Strapazen war es mal wieder Zeit fuer ein bisschen Luxus: am Abend zuvor hatten wir schon einen Massagesalon ausgespaeht. Und nicht nur Massage, sondern Dampfbad, Sauna und zwei Whirlpools waren im Preis mit drin! Dampfbad und Massage haben die hier wirklich drauf! Knapp eine Stunde lang wurden wir nach allen Regeln der Kunst durchgeknetet – fast ohne Kommunikation, weil die zwei Maedels kein Englisch konnten, was aber gar nicht so schlimm war – sollte schliesslich entspannen! Sauna haben die Vietnamesen irgendwie nicht verstanden: Leider wird diese nur nach Bedarf angemacht, und somit bleibts drinnen bei konstanten 60Grad….

Nach leckerem Essen gings dann ziemlich direkt ins Bett. Heute stand noch ein bisschen Stadtbummel und unser bisher groesster Marktplatz auf dem Programm. Jetzt gehts noch kurz in den Supermarkt, um ordentlich auf unsere Schlafreise nach Hanoi (12h) vorbereitet zu sein….

Bis bald aus Hanoi,

Michael und Frieda

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