Luang Prabang mit Sonnenbrand
Jippieh, wir haben's mal wieder geschafft und den ersten Sonnenbrand - ich muss sagen, ich habe mich gut geschuetzt, bei mir ist die Roete schon wieder fast verschwunden bis auf die Nase aber Michis Knie sieht ziemlich knallig lustig aus. Ursache dieses Dramas war unsere Abreise aus Houay Xai (um lueckenlos an den letzten Bericht anzuknuepfen): mit dem speed boat ging es sechs Stunden lang den Mekong entlang und das nur, weil wir keine Lust auf weitere zwei Reisetage hatten mit Bus oder Boot. Im Nachhinein betrachtet haetten wir auf diese Erfahrung gerne verzichten koennen - fuer viel zu viel Geld wurden wir in ein superschmales Boot mit noch sechs anderen Passagieren und dem Fahrer gepfercht. Am Anfang fanden wir das Ganze noch extrem lustig - da konnten wir aber auch noch die Beine ausstrecken, weil wir ganz vorne sassen. Das aenderte sich leider nach einer halben Stunde und wir hatten vor dem Sitzkissen noch 30cm Bein"freiheit" bis zum Vordermann. Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten (geschaetzt 50-60km/h) wurden wir nicht nur mit Schwimmwesten, sondern auch mit leuchtend roten Helmen mit Visier versorgt. Von aussen sah das sicher sehr lustig aus aber innen drin fuehlte es sich nach zwei Stunden nicht mehr so an.
Die Landschaft war immer noch traumhaft schoen - alles einfach Dschungel-gruen um uns rum - aber geniessen konnten wir das gegen Ende nicht mehr so. Nach zahlreichen Umsetzversuchen, um irgendwie eine bequeme Haltung zu finden, waren wir ENDLICH da und noch am Leben - mit Sonnenbrand zwar aber wir hatten das Maertyrium ueberlebt. Zu einem voellig ueberteuerten Preis fuhren wir mit dem TukTuk in die Innenstadt und fanden auf den zweiten Versuch auch ein Guesthouse, das uns zusagte und in dem wir uns auch nach zwei Tagen noch wohlfuehlen.
Gestern war dann erstmal Langeweile und Stadterkundung angesagt: den angeblich schoensten und beeindruckensten Tempel der Stadt kennen wir nun und fuer den Rest war es einfach viel zu unertraeglich warm! Michi hatte sich schon fast vollstaendig aufgeloest, als wir eine nette Bar mit Blick auf einen der vier Fluesse fanden, in der wir uns ueber die groesste Mittagshitze zwei oder drei Stunden retteten. Danach buchten wir fuer den naechsten Tag eine Tour mit Elefantenbesichtigung und Wasserfallbad sowie angeblichen vier Stunden Kajak.
Das war heute. Ergebnis: Fast kein Sonnenbrand, morgen voraussichtlich Muskelkater ohne Ende aber einen schoenen Tag im Wasser gehabt!
Los ging's mal wieder mit irgendeinem TukTuk in irgendein Dorf, dort Kajaks abladen und nach einer kurzen Einfuehrung ("Wenn ihr umkippt, mit einer Hand das Paddel und mit der anderen das Boot festhalten. Alles klar?") ab ins Wasser, was ziemlich braun und wenig verlockend aussah. Unser Motto also: Bloss nicht umkippen!
Erstmal ging's zur Uebung einmal quer ueber den Fluss zu einem Dorf mit drei ethnischen Minderheiten - gesehen haben wir zwei, was ziemlich interessant war aber jetzt auch nicht weiter gross spannend - zumindest hat es dort niemanden interessiert, dass wir alles angeschaut und fotografiert haben! Die Kinder hatten ziemlich grosse scharfe Messer als "Spielzeuge" und so haben wir uns auch nicht laenger als noetig aufgehalten...
Nach einer guten halben Stunde Weiterfahrt war unser erster Stopp der Tad Se Wasserfall. Ueber geschaetzte 29 Kaskaden rauscht dort enorm viel richtig sauberes Wasser den Berg runter und fast unter jeder dieser Kasakaden ist ein kleiner Pool, in dem man baden kann... bei der "normalen" Aussentemperatur nahmen wir dieses Angebot gerne und ausgiebig an, verbrachten also zwei Stunden mit Planschen, Springen, Rumliegen und Mittag essen. Dann ging's weiter zu den restlichen 'drei' Stunden Paddeln - nach den gefaehrlichen Stromschnellen (wir mussten extra die Weste wieder anziehen und die HELME aufsetzen...) waren wir nach etwa zwei Stunden ploetzlich am Ziel - eine halbe Stunde zuvor wurde uns noch verkuendet, es dauere jetzt noch 1,5Std. Aber wir sind halt "so strong" gewesen, dass wir fast geflogen sind.
Auf dem Rueckweg wurden wir noch Zeugen eines niedertraechtigen Hahnenkampfes (der mit weniger Federn hat dann gewonnen)... und waren nach diesem anstrengenden Abenteuer froh um die heisse Dusche im Zimmer und die sauberen Klamotten!
Morgen machen wir noch einen Tag 'Pause' und wollen LuangPrabang nochmal mit dem Fahrrad ausgiebig erkunden. Immerhin sagte der Entdecker Angkor Wats (siehe 2007-Berichte) Henry Mohout ueber diese Stadt, dass sie die schoenste Laos' sei.
In diesem Sinne: Euch allen noch ein bisschen Restsonne (haha...) im kalten Deutschland, passt gut auf euch auf - wir tun das auch!
Ganz liebe Gruesse,
Frieda und Michi
September 5th, 2009
Schön, dass Ihr so einen abwechslungsreichen Urlaub habt; wir freuen uns, dass Ihr die Einheimischen fleißig unterstützt bei den Bemühungen, zu Geld zu kommen (auf vielfältige Art und Weise). Das mit dem speed boats hatten wir schon im Laos-Reiseführer gelesen: Soll man meiden. Aber Laufen wäre wirklich mühseliger gewesen.
Unserem kleinen Feriengast geht es sehr gut, sie wartet immer nachts auf ein bisschen Unterhaltung. Kriegt sie natürlich (eben auf vielfältige Art und Weise).
Allerliebste Grüße von Mama und Papa und Bettina und Stefan
September 6th, 2009
Lese ich da einen Hauch von Abenteuer und Aufregung?
Ganz viel Sonne, die sich bei uns schon rar macht, für
mich hört sich das nach einen gelungenen Trip an und ich freue mich heute schon auf euere ausführlichen Berichte wen ihr wieder da seit.
Passt auf euch auf und cremt euch immer gut ein (auch die
Nasen und Knie)
Liebe Grüße von Ulrike und Christian
September 10th, 2009
haha! von wegen sonne wäre hier magelware, superschöne warme septembersonne! folge trotzdem gespannt euren erzählungen… wünsch euch noch superviel spass!
September 15th, 2009
hallo, Ihr Reise-Asse,
liebe Grüße von hier.
Bleibt gesund und neugierig!
Besser kann es nicht werden, aber die vielen Eindrücke bleiben lange in Erinnerung.
Wir sprechen aus Erfahrung, denn wir erinnern uns sehr gern an die Erlebnisse in den Sommer-Urlauben unserer
Studienzeit (natürlich nur in Europa).
Bleibt gesund und zufrieden.
Bis bald!
Großeltern Rita + Albert