Wieder die Insel…
So Freunde,
rare Kommentare hier?! Ich bin nicht begeistert…
Wir sind – wie die Ueberschrift eventuell den ein oder anderen vermuten laesst – wieder auf Koh Tao eingetroffen. Der Weg dorthin: Ein Abenteuer…
Nach dem letzten Eintrag haben wir DIE sportlichste Unternehmung des Urlaubs gestartet: Fahrrad fahren um VangVieng. Fuer den kritischen Leser mag das vielleicht harmlos klingen doch HIER in ASIEN ist es wirklich Kraftsport. Los ging alles ganz harmlos, Mountainbikes ausgeliehen nach dem Fruehstueck, Sonnencreme und eine Wegbeschreibung eingepackt und los ging’s, Brueckenzoll zahlen. Kaum waren wir drueben, sahen wir auch schon nach fuenf Minuten locker radeln das erste Hinweisschild Richtung Hoehle. Da wir keine Ahnung hatten, der andere Weg bergauf ging und wir doch unbedingt Hoehlen sehen wollten, folgten wir der Abzweigung. Nach weiteren fuenf Minuten zufuehrendem Weg hielt uns ein ‘kleiner’ Junge an und wollte Eintritt fuer die Hoehle haben; die Fahrraeder koennten wir dann auch gleich hier abstellen und “10 Minuten” das Bachbett hochlaufen. Ach Quatsch, dachten wir. Wozu haben wir MOUNTAINbikes? Also fahren wir! Nach 10 Minuten Radfahren/-stolpern/-schieben liessen wir die nutzlosen Raeder stehen und gingen zu Fuss weiter. Gute Entscheidung, da fing es dann auch mit Klettern an… Nach 20 Minuten folgten wir einem unauffaelligen Hinweisschildchen auf einen Trampelpfad in den Dschungel – da war auch “schon” die Hoehle. Mittlerweile hatten wir jeder durchschnittlich 1,5Liter Wasser verschwitzt und nix getrunken. In der Hoehle selbst war es dunkel, kuehl und Markus – der andere Deutsche, den wir schon von mehreren Busfahrten kannten – war auch da mit einem einheimischen Fuehrer. Ausser einer grossen Buddhastatue (interessant, wie die da hineinkommt?) war in der Hoehle nichts weiter zu besichtigen und so schwitzten wir die 20Minuten wieder zurueck und setzten endlich die Tour fort. Voellig dehydriert kauften wir bei naechster Gelegenheit 1,5Liter Wasser und fuhren ueber Stock und Stein, bis wir zu einem Viehgatter kamen. Mutig oeffneten wir die Tore und folgten dem Weg – der auch ganz bald zu einer voellig kostenlosen, niedlichen Minihoehle fuehrte. Schoen. Fast war das Wasser schon wieder leer und wir noch keine zwei Stunden unterwegs… Die Landschaft war unbeschreiblich gruen und bergig – wunderschoen. Ein reissender Strom haette fast das Ende des Ausflugs fuer Markus bedeutet, der Turnschuhe mit Socken trug (wir hatten ja Traveller-Sandalen bzw. Trekking-Schuhe mit Wasserabfluss in der Sohle…). Mutig wateten wir mit den Fahrraedern durch das knietiefe Wasser und als wir sicher auf der anderen Seite waren, liess sich auch Markus nicht lumpen und folgte barfuss. Diesen Spass veranstalteten wir nun in unregelmaessigen Abstaenden noch dreimal – mit jeweils unterschiedlicher Stroemung und Wassertiefe. Das Schoene daran war, dass unsere zwischenzeitlich voellig verschlammten Fahrraeder (”Da kann man schon durchfahren, das sieht nur so komisch orange aus…” – Igitt, bruehwarmer Schlamm!) immer wieder schoen sauber wurden… Laut Beschreibung wurde der Weg nun “zusehends schlechter” = eigentlich unbefahrbar aber die ganz Harten kommen vielleicht durch. Wir kamen durch und wurden belohnt mit jeweils einem Liter Wasser fuer sofort und noch zweien im Gepaeck – die Einheimischen hier haben uns auch angesehen, als waeren wir in diesem Jahr die ersten Touristen!
Ab diesem Wendepunkt auf halber Strecke wurde die Schotterpiste abgeloest von einer wirklich guten Sandstrasse und wir hatten nicht mehr so sehr mit dem Weg, sondern nur noch mit Sonne und Wassermangel zu kaempfen. Noch eine oberschenkeltiefe Durchwatung reissenden Wassers spaeter kamen wir wieder auf den Hauptweg und folgten nun dem Hoehlenhinweis zu einer “Edelsteinhoehle mit Swimming Pool”. In den Eintrittspreis inbegriffen waren Spielen mit Hundewelpen und fuer jeden eine maechtige Hoehlenstirnlampe. Der Weg fuehrte (ohne Fahrrad!) ueber einige instabile Bambusbruecken und etwa 20Minuten ueber eine Bananenplantage. In der Hoehle wurden wir ueberrascht von einigen glibberig-aufregenden Stellen, Stalagmiten/-titen und -niten und einem verrueckten Amerikaner, der die Haelfte der Erkundung wohl auf dem Bauch gerobbt ist… wir nahmen die andere Richtung. Echt spannend, so eine Hoehle auf eigene Faust zu ‘erkunden’… Im Pool davor fanden Michi und ich ein wenig Abkuehlung bevor wir den Plantagenweg wieder zurueck legten und uns per Fahrrad auf das letzte Stueck der Tour machten. Die Bruecke nach VangVieng ueberquerten wir genau sieben Stunden nach dem Aufbruch – fix und fertig aber gluecklich und hungrig!
Fuer den naechsten Tag stand dann Tubing auf dem Programm. Mit einem LKW-Schlauch wird man vier Kilometer flussaufwaerts gekarrt und dort umgeben von Bars in den Fluss geschmissen. Die Stroemung tut dann den Rest… wo und wann auch immer man Lust hat, kann man sich von geschaeftstuechtigen Barbesitzern aus dem Wasser ziehen lassen und darf, wenn man etwas kauft, mit Seilen ins Wasser schwingen, sich an Seilzuegen entlang schwingen oder ueber eine voellig ueberdimensionierte Rutsche in den Fluss springen. Das taten wir auch, auf die Trunkenheit dabei verzichteten wir angesichts der fruehen Tagesstunde. Nach nur 90 Minuten waren wir wieder in der Stadt und weil alles so entspannend, schoen und sonnig war, liessen wir uns gleich nochmal rausfahren und durchlebten den Spass nocheinmal…
Immerhin hiess es am naechsten Tag bei stroemendem Regen in einen total kaputten Minivan zu steigen und sich 4,5 statt 2,5 Stunden nach Vientiane kutschieren zu lassen. Unsere schlimmste Fahrt bisher…
Vientiane selbst hatte nicht viel herzugeben. Wir sahen uns den Markt an, spielten 2 Stunden Offiziersskat, buchten einen Flug fuer den naechsten Tag und gingen dann muede ins Bett. Nach nur wenig Schlaf ging es dann gestern weiter mit einem oeffentlichen Bus zur laotischen Grenze, dort ausreisen. Dann ueber die Freundschaftsbruecke mit einem Shuttlebus, einreisen in Thailand und mit dem Taxi in die Stadt. Nach einer Stunde Rumgerenne in der Hitze mussten wir mal wieder feststellen, dass unser Reisefuehrer gnadenlos veraltet ist und wir statt mit einem Shuttle zum Flughafen, wir wohl wieder mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln nach Udan Thani kommen mussten. Mehr knapp als entspannt kamen wir endlich am Flughafen an, bekamen ein Kassenzettel-Ticket und flogen in nur einer dreiviertel Stunde nach Bangkok. Dort duschten wir, gingen einkaufen auf de Kao San Road =) und buchten das Faehrticket nach Koh Tao.
Und da sind wir nun, nach wenig Schlaf aber voller Zuversicht, was den Rest unseres Urlaubs ab hier angeht… =) Wir freuen uns unglaublich aufs Tauchen (morgen geht’s los) und Strand, Sonne, Entspannung. Wer noch was aus Bangkok braucht, gibt uns bitte bis zum 25.09 Bescheid…
Sonnengebadete Gruesse,
Frieda und Michi
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