25-eleven.com blog, photos und ich

31Aug/076

und jetzt werden wir Tauchlehrer…!

also Tantchen: vielen lieben Dank erstmal fuer deine Orientierungshilfe per mail - danke natuerlich auch fuer die Komplimente -> Klar sehen wir blendend aus; sind ja auch im Urlaub jetzt! Kamera ist leider nicht wasserdicht, aber man kann eine leihen (unauffaellige 22,- Euronen) mal sehen, ob ich das machen will, oder lieber in einen Kaschmiranzug investier!

Liebe Familie rund um die Welt: wir finden es beeindruckend, wie ihr an den entlegensten Orten dieser Welt Internetcafes aufsucht, um mitzuverfolgen, was wir auf der anderen Seite der Kugel so treiben! ; )

Laos haben wir uebrigens auf naechstes Jahr verschoben - da braucht man mehr Zeit, als nur fuenf Tage!

Aber nun zum aktuellen Tagesgeschehen:

Nach anderthalb Tagen Strandpause gings gestern los mit unseren ersten beiden Tauchgaengen -> WOW! Also im Pool tauchen war schon sehr witzig, des Gefuehls unter Wasser wegen, aber die Szenerie hier ist glaub ich nicht zu ueberbieten - so weit man sehen kann (ca. 10m) bunte Korallen und quietschbunte Fische: Schmetterlings-, Papageien-, Regenbogen-, Fahnentraegerfische und unseren ersten Barracuda haben wir bereits gesichtet! So beeindruckend, dass wir es eigentlich kaum beschreiben koennen! Selbstverstaendlich hat sich unsere Vermutung bestaetigt, dass wir beide absolute Naturtalente sind! Austarieren, floesseln, Wassereinstieg, Druckausgleich - alles kein Problem! ; )

Anbei mal ein paar Eindruecke vom Strandleben und uns:

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Viel mehr gibts eigentlich auch gar nicht zu berichten - ein kleiner Zwischenstatus eben... so ganz ohne Kultur, Tempel und Pagoden! Dafuer haben wir neue Gesellschaft - neben einem kleinen Hund (nicht neidisch sein Effi - wir bringen ihn nicht mit!) bewacht ein kleiner (ca. 35cm) Mini-Waran unseren Bungalow...

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auch in ihrem Namen die liebsten Gruesse,

Michael, Frieda und "die anderen"...

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28Aug/078

endlich – die Insel!

So, nun haben wir's wirklich geschafft!

Nach unserem letzten Bericht haben wir uns erstmal eine kurze Auszeit gegoennt und "nur" einen Tempel (of Literature) in Hanoi angeschaut, bevor's dann am naechsten Tag wieder auf einen Ausflug ging: Diesmal die sogenannte "trockene" Halongbucht Tam Coc (Drei Hoehlen). Erstmal gab's allerdings einen kurzen "Umweg" ueber Hoa Lu, die ehemalige Kaiserstadt (so in etwa 10.Jh.), wo wir auch zwei Tempel zu Ehren von Kaiser und Kaiserin und deren zahlreichen Kinder... bewundern durften. Langsam reicht's echt mit Tempeln - so schoen und fremd diese Kultur auch ist, so gleich wirken doch alle "Anbetungsbauwerke".

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Dann aber das Highlight der Tour (abgesehen vom inbegriffenen Mittagessen): Eine romantische Bootsfahrt zu und durch die Drei Hoehlen von Tam Coc. Sehr romantisch vor allem, weil wir bloss zu zweit auf einem Boot waren (und die zwei Paddelfrauen und deren Ramschverkaufstruhe) und eingeschlossen von etwa 13 anderen Touristenbooten im strahlenden Sonnenschein auf dem kleinen Fluss zwischen Reisfeldern entlangschipperten... sooo schoen!

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Naja, kaum hatten wir die letzte Hoehle erreicht...

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...wurde ratzfatz umgedreht und zurueckgerudert - natuerlich mit kurzem Zwischenstopp bei der Schwester der Paddlerin zum Obst-, Gemuese-, Getraenke- und Ramschverkauf... wie Kaffeefahrt nur in Vietnam! Nach einem halbherzigen Versuch, uns auch die eigenen, bestickten Tischdecken anzudrehen, ging's in Ruhe zurueck zum Bus und dann auch schon wieder heim - so schnell kann ein ganzer Tag vergehen, wenn man nur lang genug Bus faehrt (2h hin, 2h zurueck...)!

Am naechsten Morgen goennten wir uns ein Taxi zur Bushaltestelle, um dann von dort aus weiter zum Flughafen zu kommen. Wie Flughafen so sind... eher langweilig und auch der Flug an sich nach Bangkok war ereignislos und schnell vorbei. In Bangkok kannten wir uns ja schon aus und nahmen wieder den Touristenexpressbus in die Khao San Road - die Strasse, in der man alles kaufen kann und diesmal wollten wir moeglichst am gleichen Tag noch bis nach Koh Tao kommen! Nach einer kurzen Preisrecherche wirklich kein Problem: wir stellten unsere Rucksaecke im "Reisebuero" ab und gingen erstmal fruehstuecken... Danach liefen wir in die ganz normale Touristenfalle und liessen uns eine TukTuk-Stadtrundfahrt fuer 50Baht plus zwei "Shopbesuche" (der Fahrer bekommt einen 5l-Tankgutschein, wenn der abgelieferte Tourist mehr als ungefaehr 10min im Laden verbringt...) aufquatschen und los ging's. Eigentlich war's ganz lustig und wir hatten noch ein bisschen Kulturprogramm zum Abschied: die groesste Pagode Bangkoks (Golden Mountain, Name mal wieder Programm und man kann sogar einen 1qcm grossen Fetzen Blattgold kaufen, um ihn auf irgendeine Statue zu kleben... witzige Religion!!) und der Marmortempel, die wir beide auch von innen besichtigten; an der koeniglichen Residenz konnte man nur von aussen vorbei fahren und die Maschinenpistolen der Wachsoldaten bewundern, genauso wie uns auch die Tore der Kroenungshalle verschlossen bleiben werden, bis wir Aussenminister sind!

Nachdem wir unseren Fahrer hinter uns gelassen hatten (obwohl der uns fieserweise noch zu einem Nobelschneider gebracht hatte und unser Vorhaben, wirklich keinen Anzug zu kaufen sehr ins Wanken brachte!!!), gondelten wir mit dem oeffentlichen Expressboot noch ein wenig auf dem Fluss entlang und schlenderten schliesslich durch den Stadtpark (lecker, frische Mango!!!) zurueck zur Reiseagentur, wo auch schon der Fuehrer auf uns wartete und uns ueber 7 kleine Nebenstrassen zum Bus brachte.

Etwa 6h spaeter (mit Stopp 6,5h) wurden wir dann rausgeworfen und durften auf Reismatten im Schlafraum der Hafenstadt Chumphon weiter"ruhen", bis wir unsanft geweckt den naechsten Bus bestiegen und Richtung Hafen weiterfuhren... endlich auf der Faehre! Doch die Ueberfahrt beanspruchte weitere 2,5h und so wurde es halb 10 bis wir endlich Inselboden betraten!

Mittlerweile haben wir aber eine nette Unterkunft und unseren Tauchkurs gebucht - morgen gibt's dann einen entspannenden Schnorcheltag mit den Haien und ab uebermorgen duerfen wir dann unter Wasser... wir sind sehr gespannt und freuen uns richtig drauf, jetzt so einen "Strandurlaub" vor uns zu haben!

Leider ist Internet hier unverschaemt teuer und deshalb werden wir hier wahrscheinlich nicht so oft und ausfuehrlich schreiben... sorgt euch nicht, uns geht's immer noch sehr gut, auch wenn wir mal ein paar Tage nichts von uns hoeren lassen sollten!!

Viele liebe Gruesse von der Schildkroeteninsel,

Frieda und Michi

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24Aug/073

Kreuzfahrt – Die Erste…

seit ca. 3h sind wir wieder zurueck von unserer ersten Kreuzfahrt und wieder in der lauten Stadt.

Aber mal von Anfang an:

7:08 Aufstehen, Sachen fuer die naechsten Tage in den kleinen Rucksack stopfen (nein, nein, wir brauchen maximal einen kleinen Tagesrucksack, Frieda, wir lassen den andern lieber hier....  - fataler Fehler!), auschecken und "Fruehstueck" - das ist definitiv eines der Dinge, die die Franzosen vergessen haben, hier zu lassen! Mit einem mulmigen Gefuehl liessen wir unsere grossen Rucksaecke in unserem "Hotel" im Gepaeckaufbewahrungseck unter der Treppe zurueck.. (ist aber noch alles da - haben wir gleich ueberprueft! ; )

Nach ca. 45 Minuten sinnloser Stadtrundfahrt um weitere Gaeste einzusammeln, sind wir noch zweimal an unserer Strasse vorbei, dann aber endlich los in Richtung Meer. Leider kam auch diese Busfahrt nicht ohne zufaelligen Zwischenstopp an einer der tausenden Behindertenwerkstaetten dieses Landes aus (wir haben da allerdings noch nie Behinderte gesehen!!) naja, knapp drei Stunden spaeter standen wir endlich in Halong City am Hafenbecken, gespannt, welcher der Kreuzfahrtdampfer wohl unser neues Zuhause sein wird. Kaum an Bord gings auch schon los - erfreulicherweise waren wir nur 14 Leute und hatten  somit genug vom Essen und jeder seine Sonnenliege.

Unser erster Stopp brachte uns zur wohl groessten Tropfsteinhoehle, die wir bisher gesehen haben! Und ganz in asiatischer Manier durfte man alles antatschen, es war ziemlich warm und hell da drin und wir gehen nicht davon aus, dass die Steine dort weitere 250Mio Jahre ueberleben werden. Sehr witzig auch, dass jeder zweite Stein in einer anderen quitschigen Farbe angestrahlt wird - aehnlich den Tempeln, Hauptsache bunt!

Ein paar Kilometer weiter durch die gigantische Karstlandschaft (wie auch immer der Kapitaen sich orientiert..) ...

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... ankerten wir fuer den zweiten Programmpunkt: Kajaken im chinesischen Meer. Also runter vom Boot und rein ins Kajak, von dort aus auf eigene Faust weiter rund um die monstroesen Felsen, bis zu einer kleinen, durch einen hoehlenartigen Eingang abgeschlossenen Lagune. Von dort aus sprang ich mutig, wie ich bin, in gruen-truebes  Wasser um festzustellen, dass ich da gar nicht stehen kann!!! *HORROR*

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... Frieda hat das freundlicherweise dokumentiert! - Ein oder zwei Zuege weiter gings dem Sonnenuntergang entgegen wieder zurueck zum Mutterschiff - Zeit fuer Abendessen! Den Abend haben wir gemuetlich mit ein paar Bier und ein paar lustigen Leuten auf Deck ausklingen lassen.

Tag2: 7:30 wurden wir freundlicherweise zum Fruehstueck geweckt - "Raus aus den Kojen!!!" und legten ab zur groessten Insel der Bucht: CatBa Island.

Kurze Zeit drauf fanden wir uns wieder im dichten Dschungel des CatBa Nationalparks. Hier wurden wir einen beschwerlichen, steilen, undurchschaubaren, dampfend heissen Dschungelpfad auf einen der Berge der Insel (225m ueber NN) hoch gescheucht. Zerstoert aber gluecklich oben angekommen, waren wir des Ausblicks wegen ganz froh drum, es gemacht zu haben. So weit man schauen konnte, Lavagestein dicht bewachsen von Urwald - tolle Landschaft!

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Angekommen im Hotel, erstmal die drei Liter Fluessigkeitsdefizit ausgleichen - Sauna und Dampfbad sind nichts gegen Trekkingtour in Vietnam! Nach einer kurzen Staerkung gings gleich weiter nach MonkeyIsland (JA!! die heisst wirklich so! aber keinen Guybrush gefunden!) . Der Name ist Programm!

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Die kleine Insel hat nicht nur Aeffchen zu bieten, sondern auch einen kleinen Sandstrand, und da man hier auch im Wasser stehen kann, haben wir die Moeglichkeit genutzt fuer ein bisschen Planscherei! Nach getaner Arbeit wieder heim ins Hotel und Kraefte sammeln (schlafen) fuers Abendessen und -programm. Leider scheint das kleine Staedtchen aus nicht vielmehr als Hotels, Restaurants und Strand zu bestehen, so bliebs bei ein paar Bier an der Hafenpromenade.

Wie gewohnt Aufstehen um 7:30, "Fruehstueck" (was haben sich die Franzosen dabei gedacht?) und zurueck auf unser Boot. Auf der Rueckfahrt konnten wir die Landschaft nochmal auf uns wirken lassen, was aber leider mangels Sonne und Dank Wolken fast ein bisschen trostlos, aber mystisch war.

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Zurueck in Hanoi konnten wir wieder in unserem alten Hotel unterkommen, allerdings fuer einen Dollar mehr pro Nacht, dafuer nur ein Bett, aber keinen Schimmel mehr an der Decke - mit uns kann mans ja machen! ; )

Nicht ganz die Queen Mary II, wars eine tolle Erfahrung auf dem Boot zu uebernachten und eine einfach atemberaubende Landschaft! Froh den Trip gemacht zu haben, stuerzen wir uns jetzt ins Hanoier Nachtleben und suchen uns was zum Essen...

mit entspannten Gruessen,

Michael und Frieda

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21Aug/074

hanoi – schnell rein und schnell wieder raus!

Eigentlich soll das hier gar kein richtiger Bericht werden - wir haben ja auch grad erst geschrieben!

Trotzdem ein kurzer Statusbericht: Wir sind dann wie geplant (aber eine Stunde spaeter) in unseren Schlaf-Nachtbus gestiegen und der hatte wirklich Liegen! Das war sehr lustig... Leider lief bis 20Uhr und ab halb sieben eine vietnamesische Karaoke-DVD in wirklich nicht zu irgnorierender Lautstaerke, was unsere Schlafzeit also limitierte... aber wenigstens war's nicht so unbequem wie die letzte 12h-Busfahrt und wir haben wirklich ein bisschen geschlafen!

Einmal in Hanoi brachte uns ein kostenloses Taxi in die Innenstadt und bot uns ein Zimmer fuer 7$ inkl. Fruehstueck... wir "bloeden" Lonely-Planet-Leser hatten aber von Zimmern um 4-6$ gelesen und dachten uns, da schauen wir doch erstmal nach! Nach einstuendiger Stadterkundung ohne Erfolg (es gab ein Zimmer fuer 7$, aber nur, weil ich alleine gefragt hatte - als Michi kam, sollte das Zimmer dann 8 kosten und wir sind schon aus Prinzip wieder gegangen!) ging's dann zurueck zum Ausgangspunkt - unser Dachgeschosszimmer hat sogar eine Klimaanlage! Und heisses Wasser und wenn wir wiederkommen, duerfen wir sogar kostenlos duschen... traumhaft!

"Wiederkommen" bezieht sich uebrigens auf unsere Abwesenheit die naechsten drei Tage - es geht naemlich schon morgen auf in die Halong-Bucht! Eine Nacht auf dem Boot, eine im Hotel auf der CatBa-Insel, alles Essen dabei und sogar 2x kajaken im chinesischen Meer... Wir sind gespannt!

Heute Abend haben wir uns dann gleich noch ins Wasserpuppentheater gewagt - leider mit Unwetter auf dem Hinweg und deshalb waren wir schon am Anfang so nass wie die Puppen... aber insgesamt war's mal ne andere Art von Kasperletheater, nur mit bunteren Puppen und mehr "Action" - die spritzen da rum... ein Spass! Falls jemand noch mehr wissen moechte: www.thanglongwaterpuppet.org/news.htm

Trotzdem gibt's jetzt erstmal eine offizielle "Abmeldung" - wir berichten natuerlich sofort, wenn wir wieder da sind!!

 Viele, liebe, herzliche und so weiter Gruesse - Frieda und Michi

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20Aug/075

Kaiserstadt und Mausoleen fuer grosse Jungs

Ein herzliches Joah (Prost auf vietnamesisch) nach Hause!

Seit unserem letzten Eintrag sind wir wieder mal ein bisschen Bus gefahren - nach Hue! Ankunft war 'business as usual' und wir sind laufender Weise ins Stadtzentrum und haben auch nach kurzer Suche ein Gaestehaus in unserer Preisklasse gefunden (Huong Hoang  - 5$). Nach verzweifelten Versuchen, unsere Traveller Schecks in echtes Geld zu tauschen sind wir los, auf die andere Seite des Perfume Rivers (ein RIESIG breiter Fluss, der gar nicht nach Parfuem riecht!) vorbei an einem monstroesem Fahnenturm rein in die Zitadelle Hues. Man muss sich das ein bisschen vorstellen, wie die Neembercher Burg, nur in ca. 15mal so gross! Es gibt dann sogar noch in der Stadt in der Stadt eine kleine Stadt... kostet wie alles halbwegs Interessantes hier in Hue ziemlich genau 55.000d (=3,50$) Eintritt.

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Auf dem Bild sieht man einen der vielen Seitenpavillons mit ein bisschen Wassergraben und einige der unzaehligen Lampions, die zu Ehren irgendeines Feiertages aufgehaengt wurden. Richtig suesser Versuch, das Gelaende etwas aufzupeppen! Spannend war mal wieder der direkte Kontakt, den man zu der Anlage hat - man darf so ziemlich ueberall hin (mal von einsturzgefaehrdeten Bibliotheken abgesehen) und darf alles anfassen (ausser die Urnen der alten Kaiser...). So spannend das war und so beeindruckend die Ausmasse der Zitadelle waren, so kaputt und ausgelaugt waren wir auch von der Sonne. Nach ein bisschen Formalitaeten (Fluege buchen, Bustickets holen -> Schlafbus mit echten Liegen!, Sightseeingtour organisieren, ...) gings dann unter die Dusche und durch Zufall in ein richtig feines Nobelrestaurant. In passablem Englisch und vorbildlichen Manieren wurden uns TomYamGum und SpaghettiMarinara serviert - und erst der Nachtisch! WOW! : ) - zur Beruhigung: 11$ inkl. zwei Fruchtshakes und lecker Bier!

Tagsdrauf war wiedermal Aufstehen um 7:30 - mit dem Boot gings den Fluss runter ins Hue'sche Hinterland. Die kostspielige Fahrt (2$) beinhaltete neben Fuehrer und Bootsfahrt auch ein Mittagessen - rice with beans (oh, oh)... Nach nur einem Tempel, einer Pagode und einer Grabstaette durften wir herausfinden, dass das nur Panikmache war, um ihren ueberteuerten Fisch an den Mann zu bringen. In Wirklichkeit war es naemlich Reis mit super leckeren Bohnen, eingelegtem Tofu (ja, sogar ich hab Tofu gegessen!), Quiche und sogar ein paar Fruehlingsrollen....  und das ganze serviert auf ein paar Reismatten, die auf dem Boden des Boots ausgelegt wurden - witzig!

Nach der Staerkung haben wir uns letzendlich auch dazu durchgerungen, uns eins der "Mausoleen" anzuschauen (jedes der 3 vorherigen haette pro Person die oben erwaehnten 55.000d gekostet!). Anhand der Postkarten, die man ueberall kaufen soll, hat man deutlich gesehen, dass es sich im Endeffekt immer um den gleichen Aufbau handelt, und somit war es gar nicht schlecht, dass wir uns fuer nur eine Grabstaette (die groesste - Minh Mang) entschieden haben.

Von wegen Mausoleum -> einen ganzen Park inkl. kuenstlichen Seen haben die da gebaut!

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Besonders hier kann man den chinesischen Einfluss noch deutlich sehen - die ehemaligen vietnamesichen Schriftzeichen, ueberall Drachen und die Ahnenverehrung.

Nach soviel Strapazen war es mal wieder Zeit fuer ein bisschen Luxus: am Abend zuvor hatten wir schon einen Massagesalon ausgespaeht. Und nicht nur Massage, sondern Dampfbad, Sauna und zwei Whirlpools waren im Preis mit drin! Dampfbad und Massage haben die hier wirklich drauf! Knapp eine Stunde lang wurden wir nach allen Regeln der Kunst durchgeknetet - fast ohne Kommunikation, weil die zwei Maedels kein Englisch konnten, was aber gar nicht so schlimm war - sollte schliesslich entspannen! Sauna haben die Vietnamesen irgendwie nicht verstanden: Leider wird diese nur nach Bedarf angemacht, und somit bleibts drinnen bei konstanten 60Grad....

Nach leckerem Essen gings dann ziemlich direkt ins Bett. Heute stand noch ein bisschen Stadtbummel und unser bisher groesster Marktplatz auf dem Programm. Jetzt gehts noch kurz in den Supermarkt, um ordentlich auf unsere Schlafreise nach Hanoi (12h) vorbereitet zu sein....

Bis bald aus Hanoi,

Michael und Frieda

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17Aug/076

soo schoen hier in HoiAn!

So ihr lieben vielen Leser unserer unregelmaessigen Updates...

Wir sind in HoiAn im Moment, sind von MuiNe (das mit den Straenden) aus mit dem Bus nach NhaTrang und von dort aus nach 1,5h Aufenthalt mit vergeblicher Hoffnung auf einen Zug zum Schlafen (alles ausgebucht und kostet mindestens 20$ pro Person, wenn man schlafen moechte...) gleich in den naechsten 12h-Bus gesprungen, der uns dann ueber Nacht nach HoiAn brachte... Michi hat's irgendwie verwunderlicherweise geschafft, ein bisschen zu schlafen, mir war das leider nicht vergoennt... zuviele Geraeusche, zu wenig Platz und dann auch noch der iPod leer... =( Aber dann kamen wir auch endlich an!

Frueh um halb sieben ein halbwegs bezahlbares Zimmer zu finden, ist gar nicht so einfach! Letztendlich sind wir in einem Hotel untergekommen (Thien Trung, 8$) - ein tolles, nobles Zimmer und damit eigentlich mehr, als wir wollten, aber HoiAn ist ein ziemlich reiches Staedtchen und das erwarten sie wohl auch von den Besuchern!

Alles in Allem haben wir uns ein bisschen verliebt hier - die Menschen sind wahnsinnig freundlich und man wird auch nicht zu sehr "weggefangen" von der Strasse - wenn man ein, zwei Mal "Nein" sagt und den Kopf schuettelt, dann wird das auch verstanden! (eine schoene Erfahrung, nachdem uns manche Cyclo-Fahrer schon 500m verfolgt haben...)

Trotzdem ist unser Lieblingssatz "Come in, buy something!", weil es so alles ausdrueckt, was hier zaehlt - dass man irgendwas kauft! Egal, was und fuer wieviel Geld... lustig!

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Die Stadt an sich hat an manchen Ecken noch einen sichtbaren franzoesischen Kolonialstil - heute waren wir in so einem ueber 100Jahre alten Haus, gefuehrt von dem jetzigen Besitzer, der mit seinem Enkel immer noch auf dem gleichen, grossen Holzbett schlaeft, wie seine Eltern und Grosseltern zuvor mit ihm... ein sehr interessanter Mensch, der sich auch sehr fuer "unsere" deutsche Geschichte des Mauerfalls und der DDR interessiert hat - was schoen war, da wir so gar nicht das Gefuehl hatten, er wolle nur seine Standarderklaerungen runterleiern und das wars dann! Eine sehr schoene Erfahrung!

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So, jetzt aber mal ein bisschen Chronologie, ich gerate ja sehr ins Schwaermen gerade! Also nach der Ankunft gab's erstmal Ausschlafen fuer mich und Internet fuer Michi und dann ein bisschen durch die Stadt laufen (wie gesagt - ein suesses, reiches Staedtchen am Fluss, verwinkelte Gassen und ueber 600 Schneider und Schuhmacher auf einer Flaeche von ungefaehr 1qkm - wie Freilichtmuseum zum Anfassen!), verfruehtes "Abendessen", da das Fruehstueck ins Wasser gefallen war - zu muede! Danach sind wir auch gleich in einen kleinen Schneiderladen und haben uns erstmal zurueckhaltend fuer eine Winterjacke und Leinenhose fuer Michi und ein Sommerkleid und eine weite Hose fuer mich entschieden... wer weiss, wie das wird und was das alles kostet...

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Danach gabs auch schon einen Abendimbiss und leckere Shakes (wir ernaehren uns hier nur von frisch gepresstem Obst!) und Ausschlafen zurueck im Hotel.

Den naechsten Tag begannen wir mit einem Ausflug zum Strand auf einem selbst geliehenem Moped - keine Sonne zwar aber seichtes, warmes, sauberes Wasser und ein ewig breiter, weisser Sandstrand gesaeumt von Palmen auf etwa 30km Laenge... wir fanden ein fast einsames Plaetzchen! Sehr entspannt dachten wir nicht daran, uns einzucremen und doesten bzw. lasen ein bisschen... Nach 3h hatten wir beiderseits ein bisschen rote Haut und konnten nur noch lachen ueber soviel Dummheit, den gleichen Fehler mehrmals zu begehen! Ist aber nicht schlimm, heute schon fast wieder weg!

Dann ging's im stroemenden Regen "heim" ins Hotel und gleich zum Schneider, schauen ob alles passt. Dass die Sachen hier von einem Tag auf den anderen gemacht werden, ist normal... Wir waren begeistert und alles hat so perfekt gepasst, dass Michi sich gleich noch eine zweite Hose und ich mir einen Rock bestellt habe...

Abendessen gab's dann im SunShine, einem kleinen Familienrestaurant in irgendeiner Seitengasse, in die wir uns ohne Empfehlung nie reingetraut haetten! Aber es war sehr nett und freundlich, die Besitzerin fand uns gleich ganz toll (so weiss! und wir dachten, wir waeren endlich ein bisschen braun... ^^) und hat sich sofort in Michi verliebt, als er Schweinegrunzen imitierte, um rauszufinden, was denn nun in dem bestellten Essen drin ist!

Das wiederum war sehr lecker und ich wurde dann in der Kueche noch mit 12 "excuse me"s aufgehalten, um zu fragen, ob die Koechin an meinen hervorragenden Knoblauchshrimps nicht noch was besser machen koenne und ob es uns geschmeckt haette... sehr liebevoll!

Der naechste Tag war unser "sightseeing"-Tag: eine Tour durch HoiAn zu allen wichtigen und interessanten Plaetzen... es war sehr schoen und wieder sehr idyllisch, wir trafen wie gesagt oben genannten Hausbesitzer Mr. Dong... und nicht mal der Regen konnte unserer froehlichen Shopping-Stimmung etwas anhaben... also sind wir nun stolze Besitzer zweier echter Seidenschlafsaecke (und haben auch eine Fabrik besucht, in der das alles noch von Hand gemacht wird - inklusive Raupenzucht!)...

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...und noch allerlei mehr Kleinigkeiten, an denen wir einfach nicht vorbeigehen konnten! Danach ging's auch wieder zum Schneider, wieder hat alles fast perfekt gepasst und das "fast" liessen wir noch schnell in der naechsten Stunde aendern, waehrend wir Abendessen gingen - wieder in der Bar vom ersten Abend und es war furchtbar lecker! Einer der Momente, wo uns klar wurde, wie absurd diese Art von Reisen eigentlich ist - man sitzt in einem Nobelrestaurant (fuer hiesige Verhaeltnisse) und isst einen Teller voll Shrimps bzw. Meeresfruechtesalat mit Bananensplit zum Nachtisch und insgesamt drei frisch gepressten Fruchtsaeften und zahlt dann insgesamt noch nicht mal 10$... fantastisch!

So, jetzt aber genug geschwaermt - ihr merkt wohl, dass wir hier fast nicht wegwollen! Dennoch geht's morgen weiter in die alte Kaiserstadt Hue, unsere Sachen sind alle fertig und warten nur noch auf's Verpacken... und wir werden die erste Nacht in den neuen Seidenschlafsaecken verbringen!

Seid herzlichst gegruesst -

Frieda und Michi

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13Aug/076

sogar zum schreiben zu entspannt…

So, wir melden uns mal wieder, mittlerweile aus MuiNe - eine kleine Mischung aus Bryce Canyon, Sahara und Karibik... aber gleich mehr!

Uebringens haben wir uns immer noch gern, sogar in Saigon auf dem Reunification Palace...

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Erstmal muessen wir noch von unserer Tagestour raus aus Saigon berichten - Ziele: Cao Dai Tempel und CuChi Tunnel.

Angefangen hat alles damit, dass wir mal wieder die Letzten waren und nur noch die improvisierten Mittel-Restplaetze im Bus ergattern konnten... mussten. Dafuer hat uns der uebermotivierte Slim-Jim (unser Guide) gleich aus dem Morgentief geholt und ausfuehrlichst jede vietnamesische Religion, die Lebensgeschichte der Marihuana-Kartoffel Tapioka und sein ganzes vorheriges Lehrerdasein erlauetert. Nach einer gemuetlichen 1,5stuendigen Busfahrt wurden wir ueberraschenderweise (weil nicht gebucht?!) an einer "Behinderten"werkstatt (haben keine gesehen aber vielleicht sehen die hier anders aus...) rausgeschmissen und durften uns die Showwerkstaette und das passende Verkaufslager (auch Souveniershop genannt) besichtigen. Dann wieder rein in den Mini-Deluxe-Saukalte-Klimaanlage-Bus und eine weitere Stunde Holterdipolter zum Tempel.

Die Fotos gibt's spaeter - dafuer braucht man eigentlich eine ausfuehrliche Erklaerung!!! Wir haben uns darauf geeinigt, dass die faszinierende Glaubensmischung aus Katholizismus, Buddhismus und Konfuzianismus eher einer Sekte gleicht, vor allem da die drei verehrten Heiligen ein chinesischer Revolutionsfuehrer, ein vietnamesischer Professor und der franzoesische Schriftsteller Victor Hugo sind, die nach Moses und Jesus das Dritte Buendnis mit Gott eingegangen sind... Nun ja, interessant, dass das 2Mio Vietnamesen auch wirklich glauben!!!

Der zweite Teil unseres Ausfluges war dann eher militaerischer Art - die CuChiTunnel, die eigentlich wie wir zumindest gelesen haben ein unterirdisches Kommunikationssystem waren und dann im Krieg gegen Frankreich und spaeter die USA militaerisch genutzt wurden. Zunaechst sahen wir einen UEBERpatriotischen Dokumentationsfilm, in dem zunaechst 20min lang die Schoenheit und Idylle des Friedens im Land dargestellt wurden ... - bis der boese Amerikaner alles weggebombt hat! Aber die schlauen Vietnamesen zogen sich unter die Erde zurueck und zerlegten den Feind bis zum Rueckzug der USA... wow... nun gut!

Nach einer halben Stunde Regen im Urwald und kingsized-Tunnel durchkraxeln durfte man dann auch noch jede (sowohl vom Feind als auch selber genutzte) Waffe ausprobieren fuer einen laeppischen Euro pro Schuss. Super Sache, natuerlich hatten wir auch solche Kampffreaks in unserer Gruppe - nicht jedoch in der eigenen Reihe! ^^

Dann gings auch schon wieder flott heim - immerhin mussten wir puenktlich zum Anstoss des Finales Vietnam-Malaysia im AsianCup wieder da sein! Sooo entspannend...

Also beschlossen wir, uns mal richtig zu verwoehnen und nahmen gleich am naechsten Morgen den ersten Bus nach MuiNe - die geheime Strandhauptstadt des Landes... Und alles sah sooo schoen aus, sogar noch beim Naeherkommen. Alles schien perfekt - wir bekamen sogar ein guenstiges, sauberes (!) Zimmer mit Meerblick (6$) und machten gleich mal einen romantischen Strandpaziergang... hach, was sollen wir sagen...

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UEBERALL LIEGT MUELL!!!!

Die spinnen echt, wir wissen nichtmal, wo das ganze Zeug herkommt - zumindest aber, wo's hinkommt: wird direkt am Strand verbuddelt und graebt sich so nach zwei drei Gezeitenwechseln selber wieder aus... meine Guete, das war sehr traurig! Um uns auch noch den Appetit zu nehmen, fanden wir dann nacheinander (immer noch am Strand!) ein totes Ferkel, ein ertrunkenes Katzenbaby und eine ersoffene Ratte... dann sind wir lieber auf der Strasse zurueck gelaufen!!

Naechster Tag erstmal ausschlafen, Buecher lesen und den naechsten Minisonnenbrand holen.. seeeehr relaxt! Und abends lecker Essen in der mundpropagierten POGO-Bar, wirklich eine richtig coole Bar und auch noch nur 200m von unserm Resort (Bao Trang) entfernt!

Heute sind wir dann eher mal frueh aufgestanden und haben uns auf unserem eigenen Moped (ausgeliehen fuer 6$) die Umgebung erkundet - rote und weisse Sandduenen, Red Canyon (= Bryce Canyon) und FairyStream Wasserfall... sooo schoen! Die Sandduenen wirklich wie in der Wueste und den Wasserfall konnte man umgekehrt hochlaufen, ganz seichtes Flussbett und warmes Wasser... toll!

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Oben seht ihr auch das Wuestenkamel, dem wir begegnet sind... dahinter ist die weisse Sandwueste...

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Aber ihr seht's ja selbst!

Das war's dann auch mal wieder fuer heute von uns -

seid herzlichst gegruesst und gedrueckt,

Frieda und Michi

veröffentlicht unter: Asien 6 Kommentare
8Aug/078

5,0Mio zu 6,9Mio – ziemlich laut hier!

Erstmal ein riesiges DANKESCHOEN fuer die zahlreichen und witzigen Kommentare - wir freuen uns schon jedesmal, wenn wir ins Internet kommen, auch was von euch lesen zu koennen! : ) 

also gut, Massage war leider nicht - sieht alles ein bisschen wie "Massage" aus - ausserdem wussten wir nicht, ob Frieda auch mit rein darf!? Stattdessen gabs dann Friseur fuer Michi...  Hier mal ein erster Eindruck:

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Schnitt war mehr Rasur, und hinten gabs dann leider ne scharfe Kante, aber gut, hab ja noch sechs Wochen, bis ich wieder jemanden treffe, der mich kennt! : )

Als wir es gestern dann geschafft haben, frueh aufzustehen, gabs dann doch noch floating markets fuer uns. Und obwohl wir vorher viel hin und her ueberlegt und ne Menge gehandelt haben, hat sich die Investition von 10$ fuer uns beide 4h mit privat Gondoliere doch gelohnt. Nach ca. einstuendiger Fahrt auf dem Mekong sind wir nach Cai Rang gekommen. Hier treffen sich jeden Tag etwa 2 Mio kleine Boote, die ihre Waren feil bieten. Das lustige ist, dass es genauso ein Gerangel ist, wie in einer echten Markthalle, nur deutlich unuebersichtlicher - zur Orientierung haben alle Haendlerboote lange Bambusstangen am Boot, an deren Ende die Frucht angebunden ist, die sie verkaufen. Wir gehen davon aus, dass sie lieber Naturalien verwenden, weil die Meisten die geschriebenen Schilder eh nicht lesen koennten!? 

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Danach sind wir auf einem der vielen Seitenarme des Mekong wieder zurueck gefahren. Das war so idyllisch und sonnig warm, dass wir ganz touri-style die Hosen hochgekrempelt haben und uns in der Sonne gut durchgaren liessen. Ergebnis: Meine Fuesse krebsrot und SAUmaessig schmerzhaft und Friedas Beine bis Mitte Oberschenkel etwa die selbe Beschaffenheit... ganz typisch, kaum ein bisschen Sonne erblickt, und schon den fetzen Sonnenbrand nach Hause gebracht....  :)

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Umso stolzer sind wir auf unsere Weiterfahrt: absolut un-touri-maessig sind wir in CanTho zur public busstation marschiert und haben uns einen ganz richtig regulaeren Fahrschein zum ganz regulaeren Preis gekauft (2,7$ p.P.) Nach 5h Fahrt und unserem ersten asiatischen Stau haben wir uns aus lauter Uebermut gleich in den naechsten oeffentlichen Bus gestuerzt - diesmal in die Innenstadt nach Saigon. Das ist nicht ganz so einfach, da hier kein Mensch Englisch spricht (boese Besatzungsmacht?) und wir auch nicht so ganz richtig willkommen sind hier - nach drei Anlaeufen und einem extra Ticket fuer unsere Rucksaecke sind wir doch noch in der Innenstadt Saigons aufgeschlagen.

Hier haben wir nun ein schoenes Gaestezimmer in einem verwinkeltem Privathaushalt in einer winzigen Seitengasse fuer unschlagbare 7$ die Nacht bekommen - TOP!

Man merkt, dass wir wieder in einer Grossstadt, nein in einer Metropole angekommen sind: 5Mio Motorraeder auf 6,9Mio Bevoelkerung, gefaehrliche Strassenueberquerungen, gefaelschte Rolex an jeder Ecke, kaum noch Schlafanzug-Traeger, italienische Restaurants,... 

Heute war mal Ruhetag, wir haben genug getan! ; )  Dafuer gabs lecker Essen, HarryPotter, Paul Cleave und zum Tagesausklang noch 5km Fussmarsch durch die Stadt mit Regierungsgebaeuden, NotreDame de Saigon, Saigon River und die unermuedliche Suche nach einem "nicht rosa" Massagesalon... *g*

Verspannte und geroetete Gruesse,

Michi und Friedi

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6Aug/072

Freier Fall in Schlaraffenstadt!

Hallihallo ihr Lieben!

Mittlerweile sind wir in Can Tho gestrandet, einer kleinen, reichen Stadt mitten im Mekong-Delta... (klein ist relativ - 1,9Mio Ein- und Umwohner) Hierher gekommen sind wir, weil es hier die sagenumwobenen floating markets gibt, die wir uns dann auch gleich morgen frueh anschauen wollen...

Aber zunaechst wollen wir euch unser Abschiedsabendessen in Chau Doc nicht vorenthalten! Shrimps, Shrimps und noch ein paar zur Deko und das ganze in einem alten Hinterhof mit Wellblech-bedeckter Zentralkueche umgeben von alten, franzoesischen Villen! ... macht euch selber ein Bild, fuer ein Vorher-foto war der Hunger zu gross... =)

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Am naechsten Tag haben wir dann gemuetlich gegen dreiviertel 10 unser... mittelmaessiges Thuan Loi Hotel verlassen und wurden im Miniminibus zum masslos ueberteurten echten Minibus gekarrt (wir haben 5$ p.P. bezahlt, alle anderen Nicht-Auslaender 15.000Dong, also ungefaehr ein Fuenftel... man lernt nie aus!) und dann gings in einer Kamikaze-Fahrt, ungefaehr nur auf der Gegenfahrbahn (ausser es gab ne bauliche Trennung ^^) in 30min unter der eigentlichen Ankunftszeit (HILFE!) nach Can Tho, wo wir mal wieder irgendwo im Nirgendwo rausgeschmissen wurden. Can Tho ist die industrielle Hauptstadt des Mekong-Delta - und das ganz offensichtlich: Es gibt einen Supermarkt! Und dann noch einen... wir waren in Schlaraffenstadt gelandet und haben uns natuerlich gleich mit Kiri eingedeckt!!

Zu allem Ueberdruss kamen wir dann auch noch an einer halbwegs westlichen Baeckerei vorbei und kauften uns auch dort ein paar Leckereien - was eigentlich ein Schokohoernchen sein sollte, war dann zwar Bratwurst im Schlafrock aber wenigstens gab's Osterbrot! Lecker matschig...

Um den Reichtum der Stadt noch deutlicher nach aussen hin zu zeigen, hat man irgendwann beschlossen, einen Vergnuegungs-Wasserpark anzulegen... Also rein mit uns! Planschen...?! Neenee, sowas wie schwimmen machen die gar nicht. Mal davon abgesehen, dass ich die (fast, eine kam noch!) einzige Frau im Bikini war - hier gehen alle mit kompletten Klamotten ins Wasser!! Warum? - gibt's auch kein wirkliches Schwimmbecken sondern nur RUTSCHEN! (und ein kleines Wellenbecken, aber nich immer Wellen..) Aber was fuer Rutschen! Wir dachten ja erst, alle waeren zu, weil zu gefaehrlich... Doch die konnte man benutzen! Also wir todesmutig ins Abenteuer gestuerzt (im wahrsten Sinne des Wortes...):

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Die linke ging 85Grad runter und dann vielleicht 82 wieder hoch, man musste sich in so ein Boot setzen (wie im Atlantis) und auf gings! Die ersten gefuehlten 18m komplett freier Fall und wir hatten Angst, dass wir uns vom Boden loesten!! Unten war dann aber Wasser drin und das fungierte als Bremse... Wahnsinns-Adrenalinschock!

In die andere Rutsche musste man eine Yogamatte mitnehmen und sich dann abstossen - Michi ist sogar ueber den zweiten Huegel gehuepft! Naja, und dann gab's noch eine, die war ganz dunkel (ohne Geraetschaften) und ging in verschiedene Richtungen und noch ne normale mit Reifen... wir hatten eine Menge Spass! (Und waren wahrscheinlich auch fuer alle anderen DIE Attraktion des Schwimmbads...)

Zum Abendessen gab's zur Feier des Geburtstages von Michis Mama echtes STEAK fuer Michi und mal wieder (*lach*) gegrillte Shrimps fuer mich... suuuuperlecker. Wir moegen jetzt doch auch vietnamesisches Essen...

Heute frueh haben wir leider verschlafen und so gab's keine floating markets, sondern nur sightseeing (Pagoden mal wieder, sieht irgendwie alles ziemlich gleich aus - ohne ignorant klingen zu wollen!) und Fruehstueck vom Baecker und Regen... und jetzt endlich unsere erste Massage!! Wir sind sehr gespannt...

Herzliche Gruesse -

Frieda und Michi

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4Aug/074

Die Stadt und der Markt – wer ist wer?

So, mittlerweile haben wir eine weitere Grenze passiert, und die Schmiergelder sind geschrumpft auf 2000Dong (ca. 20cent). Die Ueberfahrt war recht angenehm, da wir mit unserer deutschen Zurueckhaltung leider nicht mehr in den vollgestopften Mini-Bus passten, und ein eigenes Taxi bekommen haben (uebrigens ein Toyota - Camry, so wie 98% aller Autos hier!). Die anschliessende 5h Bootsfahrt den Mekong entlang war ziemlich entspannt, ausreichend Platz und hin und wieder ganz netter Ausblick.

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Da wir vorgesorgt hatten (reisen ja nicht zum ersten Mal... ) und uns ein "westeuropaeisches" Fruehstueck eingepackt haben (Baguette und Kiri) wurden wir auch nicht verleitet, die forcierte Wartezeit an der vietnamesischen Grenze mit Essen rumzukriegen. (mal wieder gaaanz zufaellig ein kleiner coffee-Shop direkt neben dem Einreiseamt... )

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In Chau Doc angekommen haben wir uns erfolgreich gegen die auf uns einfallenden Fahrradtaxifahrer (in Vietnam faehrt man scheinbar nicht mehr motorisiert) gewehrt und sind die 1,5km bis zu unserem Hotel zu Fuss gelaufen - ganz zur Belustigung und zugleich zum Missfallen der Bevoelkerung....

Dort angekommen erstmal unser 7$ Zimmer auf passende 5$ runtergehandelt. Vielleicht liegt es daran, oder an dem Provinzfeeling in dieser kleinen Stadt, dass das Hotelpersonal, sowie die meisten Erwachsenen uns gegenueber nicht halb so aufgeschlossen und freundlich reagieren, wie die Kambodschaner. Hat auch zur Folge, dass man nicht gar so penetrant angequatscht wird. Ganz im Kontrast dazu reagieren die Kinder auf unsere weissen Gesichter: ein lautes "Hello!" ist das Mindeste - aber zugleich auch das einzigste englische Wort, das die meisten hier kennen. Scheinbar bringt es Gleuck, wenn ein vietnamesiches Kind einem Weissen die Hand schuettelt - zumindest mussten wir heute bereits zweimal ran...

Gestern kamen wir angesichts der Zeit nur noch zum Abendessen (abenteurlicher als in Kambodscha, da hier kaum was ins Englische uebersetzt wird) und zu einer kleinen Cyclo (Fahrradtaxi) Fahrt, bei der wir zu Abwechslung die Rollen getauscht haben - Michi ist gefahren und der eigentliche Fahrer - Wong (haben wir kennengelernt und er hat uns ein bisschen was ueber sich und die Stadt erzaehlt) - sass hinten bei Frieda und hat dirigiert.

Heute dagegen haben wir die Stadt erkundet - mit einer Nussschale ueber den Fluss geschippert, uns alle religioesen Bauten angeschaut (die ChauDoc'aner koennen sich nicht entscheiden): eine Moschee, buddhistische Pagode, christliche Kirche, konfuzianischter Tempel und einige Symbiosen aus Allem. Den Markt bei Tageslicht gesehen, Fruitshakes probiert, die keine waren (Michi: Kokoswasser, Frieda: Avocango-Creme - mit Loeffel!!!), sogar den heiligen Berg haben wir bestiegen. Begleitet wurden wir von zwei Jungs, die die gefuehlten 2000 Hoehenmeter in ca. 15 Minuten gerannt waeren - durch uns aber auf 20 verzoegert wurden. Oben wurden wir belohnt mit einem Ausblick sowohl ueber das flache Mekong-Delta, als auch zurueck auf kambodschanisches Land. Schoen!

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Nach diesem anstrengenden Sightseeing-Tag (wir sind mitm Fahrrad bis zum Berg gefahren!) gibts einen zweiten Versuch vietnamesicher Kueche....  mal sehen!

Bis dahin liebe Gruesse aus dem Land des gelben Sterns,

Michael und Frieda

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