25-eleven.com blog, photos und ich

9Okt/118

ein bisschen Urlaub?

puuuhh.... jetzt sind unsere letzten Tage nun auch fast vorbei. Damit es nicht langweilig wird, haben wir auch diese ziemlich voll gestopft. Angefangen mit einem entspannten Tag am Pool in den "outskirts" von Kathmandu. Gefolgt von einem Kulturaufenthalt in Bakhtapur - das ist ein kleines Staedtchen etwa 20km vor Kathmandu in etwa wie Rothenburg ob der Tauber nur in asiatisch... :D

Und eigentlich hatten wir Kathmandu auch noich nicht ganz fertig erkundet - so ein bisschen Kulturschock war es dann doch mit zwei grossen Heiligtuemern des Hinduismus und einem der wichtigsten tibetischen Tempel ausserhalb Tiebets. Aber angstfrei wie wir so sind haben wir beides gut ueberstanden. (und erleuchtet werden wir im naechsten Leben uebrigens auch, da wir den "Boudha" 1,5 mal im Uhrzeigersinn umrundet haben!)
Gestern haben wir uns dann fuer die naechste Zeit von Nepal verabschiedet und sind zurueck an unseren Ausgangsort: Delhi. Fast haetten wir vergessen, wie dreckig, laut und unglaublich hektisch diese Stadt ist - gut dass wir zuegig wieder daran erinnert wurden. Nach kurzer Orientierung und traditionellem Abendessen am Strassenrand sind wir heute zum Taj Mahal gefahren - auch traditionell im Zug, wie es sich fuer Indien gehoert. Und es ist wohl wie mit jedem grossen (Welt-) Wunder: man weiss in etwa, was man zu erwarten hat, aber wenn man dann davor steht ist man doch ziemlich beeindruckt! Grabpflege hin oder her, aber das ist echt ne andere Nummer:

Nach einer nervenaufreibenden Heimfahrt im Bummel(deportations)zug haben wir nun unser letztes (indisches) Abendmahl zu uns genommen und fallein ein bisschen froh/gleucklich und ein bisschen traurig ins Bett. Morgen gehen nun also 9,5 Wochen zu Ende und wir lassen Indien und Nepal in wundervoller Erinnerung (zunaechst) zurueck. Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir beide Laneder noch einmal bereisen muessen/werden - jetzt freuen wir uns erstmal auf zu Hause.
Hier auch nochmal lieben Dank an alle Mitleser und Kommentierer - es war schoen zu sehen, dass ihr ein steuckweit teilhabt an unseren Abenteuern.
Bis bald in live,
namaste...
Michi & Benrhard

veröffentlicht unter: Nepal 8 Kommentare
4Okt/118

out of the wild…

... we are back:

Wir haben gestaunt, geschwitzt, geflucht. Wir haben geschundene Fuesse, verbrannte Gesichter. Wir hatten Hunger, Durst und sind fast erfroren. Wir waeren fast runter gefallen und haben ueber uns selbst gestaunt. Wir hatten Einsamkeit, wie Geselligkeit. Wir waren begeistert und enttaeuscht. Wir hatten Angst und Zweifel, aber auch Drang und Neugier.
Kurz: wir haben gelitten und wurden dafuer belohnt:

veröffentlicht unter: Nepal 8 Kommentare
18Sep/112

2 Kathastrophen gemanaged

Nur ein ganz kurzes Lebenszeichen von uns. Wir wissen nicht genau, wie sehr das zu Hause platt getreten wird, aber hier ist es ein grosses Thema. Deswegen dieser suendhaft teuere Zwischenpost:

Wir haben unsere Terror-Landung in Lukla gestern gut ueberstanden.
Viel nervenaufreibender dagegen: Heute um 18.31 Ortszeit Nepal bebete die Erde fuer etwa 30 Sekunden. In Nordindien kam es zu einem Erdbeben der Staerke 6.8.
Hier im Khumbu scheint es keinen grossen Schaden gegeben zu haben - die HAuser stehen gerade, uns geht es gut und wir starten morgen ins Gokyo-Tal.
Liebe Gruesse aus Namche Bazar,
Micha & Bernhard

veröffentlicht unter: Nepal 2 Kommentare
16Sep/114

kiss of the rhino.

Ganz liebe Gruesse aus dem hektischen Kathmandu (im Moment sitzen wir in unserer Ruhe-Oase, abgeschirmt von dem Terror "da draussen").
Wie es dazu kam: nach kurzer Verschnaufpause bei Kaffee und Kuchen in Pokhara haben wir das suesse Staedtchen nun endgueltig hinter uns gelassen und sind in (mal wieder) nervenaufreibenden 9h Busfahrt in den Chitwan Nationalpark getingelt. Neben 42 Grad Innentempratur und 2h Stau wegen Streik sind wir zumndest wohlbehalten angekommen.
Dachterasse (Ausblick!!!) bezogen, Tour gebucht und Abend gegssen - schliesslich mussten wir fit fuer unsere Jungle-Tour sein und unseren gewohnten Rhythmus nicht zu sehr aus der Balance bringen.

Am naechsten Morgen dann wieder aufstehen um halb 6 - kennen wir ja schon. ;) Los gings mit einem kurzen Spaziergang an den Rand des Parks um die ersten Krokos zu sehen und einen badenden Elefanten. Als Einstieg gar nicht mal schlecht. Danach haben wir uns 2h lang mit dem Kanu den Fluss abwaerts paddeln lassen und hatten unser erstes higlight des Tages: ein kleiner Baby-Leopard unternahm in unserm Beisein seine ersten Angel-Versuche -> selbst unser Guide war etwas aus dem Haeuschen bei dem Anblick...
Nach kurzer Sicherheitseinweisung (Elefant & Nashorn: im zick zack weglaufen, Tiger & Baer: in der Gruppe sammeln und Krach machen) - noch haben wir darueber glacht - gings los mit den Jungle-Marsch. Zunachst durch dichtes Grasland, spaeter dann Urwald, wie man es sich vorstellt. Um Mittagszeit sind wir an einen See gekommen und Michi hatte seine erste Nahtod-Erfahrung:
Wir sind gerade gemuetlich einen Trampelpfad am Ufer entlang, als unser Guide ploetzlich stehen geblieben ist und "back... RUN!" gebruellt hat. Bernhard ist geistesgegenwaertig gelaufen und auf den naechsten Baum hoch, waehrend ich mich kurz umgesehen hab und neben mir das Nashorn entdeckt hab -> kurzer Sprint in Todesansgt, Schnauben und Trampeln hinter mir, links in die Sackgasse abgebogen, in einer viertel Sekunde realisiert, dass es eine bloede Entscheidung war - zu dem Zeitpunkt war das 6 Tonnen Koloss aber um etwa 1m an mir vorbei getrabt und in den Wald abgebogen. Uff!
20min Adrenalin Ueberschuss und Pause auf ener aussichtsplatform mit bewaffneten Soldaten unter uns hat uns genuegend Mut gebracht, um den grauen Riesen nochmal zu suchen :

Der Rest der Tour stand dann wieder unter der Ueberschrift: romantisch. Baby-Nashoerner, Kroko-Aufzuchtstation, idyllische Seen, bunte Voegel und mit dem Jeep dem Sonnenuntergang entgegen.
Es war zwar nur ein Tag, aber die 12h waren ziemlich vollgepackt mit allem (naja, bis auf die Tiger), was man von einer waschechten Safari erwartet! :)

Seit gestern sind wir wieder in der Stadt: Kathmandu - es ist ziemlich genau so, wie alle gesagt haben: voll, laut, hektisch -> genau das Richtige nochmal, bevor es morgen wieder fuer 3 Wochen in die Einsamkeit der Berge geht.

Unsere Hotel-Wahl hat sich als echtes Goldstueck herausgestellt. Mitten im Altstadtviertel Thamel gelegen ist das Ambassador Garden ein schicker Rueckzugsort vor dem Trubel vor der Tuer. Gestern war dann die klassische Sightseeing Tour angesagt. Quer durch die Stadt sind wir von Platz zu Platz, von Tempel zu Tempel marschiert und haben ein ganz schoenes Gefuehl dafuer bekommen, wie diese Stadt hier tickt.

Mit diesen Worten verabschieden wir uns fuer die naechste Zeit und melden uns (wahrscheinlich) am 6. Oktober zurueck. Wahrscheinlich mit Erfrierungen und kaputten Fuessen, aber gleucklich und stolz! ;)
Mit vielen Gruessen,
namste,
Michi & Bernhard

veröffentlicht unter: Nepal 4 Kommentare
11Sep/115

Ooooohhmmmm und Knieschmerzen.

Gongschlag - 5.30... Morgenmeditation. Puuhh...
Wir haben uns erstaunlich gut an den vorgegebenen natuerlichen Rhythmus gewoehnt. Aufstehen mit dem Sonnenaufgang und Schlafen gehen kurz nach dem Untergang.
In nur einer Woche haben wir Meditation, Yoga und ayuvedisches Kochen gelernt.
Hoch ueber dem Phewa Tal gelegen ist alleine schon der Ausblick unserer Dachterasse so entspannend, dass es gar nicht mehr viel Meditation braucht:

Unser Tagesablauf war straff verplant und barg neben Meditation, Yoga auch lustige Momente wie "Karma Yoga" (eine selbstlose Aufopferung an die Gemeinschaft um sein eigenes Karma zu pushen -> Bluemntoepfe den Berg hochschleppen, Abstauben oder Unkraut jaehten ;)
Dampf- und Schlammbad gehoerten genauso zum Wohlfuehlprogramm wie Gruentee-flatrate, suuuper Essen und gemeinschaftliches Musizieren (naja, war verpackt als Meditiationsgesang).

Abschliessend haben wir noch einen Tag mit Durga verbracht - die alles ueberblickende Frau im Hause (obwohl Yogis doch eigentlich enthaltsam leben...). Sie hat uns in die Geheimnisse der nepalesischen und ayuvedischen Kueche eingeweiht. Neben dem besten Muesli der Welt koennen wir nun auch Dal Bhat, Masala Tea, alle Sorten von Chilli oder Curry-Gemeuese und traditioneller Bohnensuppe kochen. Nehmt euch also in Acht: neben stundenlanger diashow wirds auch noch scharfes Essen geben. :D

Alles in Allem kann man wohl sagen, dass die Tage sowohl aufschlussreich als auch super witzig waren - wir haben gelitten, geschlemmt, geschwitzt und viel gelacht.
Ein bisschen froh sind wir aber auch um die Rueckkehr der Zivilisation (Schokokuchen, Kaffee und sonstige Verfuerungen). Morgen gehts in den Nationalpark zu Elefanten und Nashoernern und in weniger als einer Woche ist bereits unser Flug nach Lukla - eine weitere Woche und wir stehen am Fusse des Everest... uiuiuiuiii... ;)

Bis dahin erstmal entspannte Gruesse,
euer
Sangam & Bahdal
(unsere neuen nepali Namen nach der Taufe!)

veröffentlicht unter: Nepal 5 Kommentare
6Sep/113

uff, dass war weiter als gedacht…

Namaste.
Erstmal ein herzliches Dankeschoen an die fleissigen Kommentar-Schreiber. Es ist schoen zu sehen, dass ihr Anteil nehmt an unserer Reise. Ein lieben Gruss natuerlich auch an die "stummen" Leser! ;)

Wir sind wieder zurueck von unserem Aufwaerm-Trek: 7 Tage, 80000m in der horizontalen, 5500m in der vertikalen und etwa 15000 Treppenstufen spaeter bleibt ein Laecheln und das Gefuehl von Zufriedenheit.
Wir sind genau wegen dem Wandern hier her gekommen und wir wussten bereits um die Faszination der Berge und dennoch waren wir erschlagen von den 8000er, die wir gesehen haben.
Es war schoen in der Regenzeit den Trek zu machen - nicht unbedingt wegen dem Regen :) - aber wegen der Einsamkeit auf den Wegen. In den meisten Lodges waren wir alleine und es war keine Seltenheit 2h zu laufen, ohne eine Menschenseele zu treffen! Genau unser Ding!

Ohne viele Worte - lasset die Bilder sprechen:

veröffentlicht unter: Nepal 3 Kommentare
29Aug/114

zweite Woche, letzte Woche…

So ein bisschen traurig muessen wir ja nun schon sein: Heute ist/war nun ploetzlich unser letzter Tag... aber eins nach dem anderen:
Die Woche haben wir wieder auf der Intensivstation verbracht. Neben Voelkerverstaendigung haben wir wieder einige neue Krankheitsbilder kennen gelernt und mussten unerwartet doch noch unterstuetzend invasiv taetig werden. Dabei dachten wir ja, dass wir nur Zaungaeste bleiben wuerden. Aber ganz im Sinne unserer Lehr-Profession zu Hause haben wir die Situation genutzt und konnten mit ein wenig "teaching" glaenzen. So langsam haben wir die Kontaktaengste der anderen Studenten aber auch der Oberaerzte gebrochen und wurden neben Vormittagsteerunde mit dem Chef auch zu einer der Studentenpartys geladen. Am Freitag wars dann also so weit: das beste Hemd aus dem Rucksack gezerrt, im letzten Moment noch fuer FlipFlops entschieden, Pomade ins Haar und ab ins wilde Studentenleben.
Zunaechst wars ein wenig verwirrend, denn nachdem wir gefragt wurden, ob wir "trinken" gabs fuer jeden ein Glaesschen Quench und die Frage nach "lange wach bleiben?" versprach noch einiges mehr. Die Athmosphaere war bombastisch: in einem 5-Sterne Luxusresort hatten sie ein riesen Buffet organisiert und den Partyraum gemietet. Nachdem wir gesehen hatten, was Party machen auf indisch bedeutet waren wir auch nicht mehr verwundert, als um halb zwoelf die Lichter angingen - sehr viel laenger haetten wirs wohl eh nicht ausgehalten. ;)

So sensationell wie der Abend aufgehoert hat, ging der Samstag weiter. Micha hat spontan einen Paraglide-Flug gebucht und Bernhard hat sich einem trail-run durch den Dschungel hingegeben.

Nachmittags haben wir uns zur Kroenung noch Wildwasser-Kajaking auf dem Phewa See angetan! ;)

Wie ihr seht, wird uns hier bestimmt nicht langweilig! Maximal motiviert waren wir sogar am Sonntag in der Klinik und Bernhard hat seine Eskimo-Faehigkeiten optimiert.
Nun heisst es aber erstmal Abschied nehmen - Goodbye Manipal. Nachdem sich aus dem Nichts ein Zeitfenster aufgetan hat, haben wir beschlossen ein Aufwaermtraining zum Annapurna Basecamp dazwischen zu schieben. Wir haben sportliche 6,5 Tage eingeplant fuer das zweitschoenste Panorama des Himalaya. Danach ziehen wir uns ins Hinterland Pokharas zurueck und finden unter Anleitung eines Yogis unsere Mitte. :D

Was wir damit auch sagen wollen: tendenziell verabschieden wir uns (wahrscheinlich) auch hier fuer die naechsten zwei Wochen. Sollten wir unproblematisch doch irgendwo ins Netz kommen gibts vielleicht ein kleines Update. Ansonsten freuen wir uns eigentlich auf 2 Wochen ohne viel Zivilisation!
Ganz liebe Gruesse aus dem (sonnigen) Pokhara,
bis bald,
Micha & Bernhard

Im Hintergrund vermutlich der Machapuchhe...

Kleopatra Geo, Katharina Koch gefällt dieser Artikel
veröffentlicht unter: Nepal 4 Kommentare
22Aug/114

Trekking die Zweite…

Was die Woche versprochen hat, hat das Wochenende gebrochen. Nach 5 Tagen Regen hatten wir ein ueberwaeltigendes Wochenende. (Ist uns leider auch etwas zum Verhaengnis geworden: Sonnenbrand die zweite)
Am Samstag morgen sind wir nach Champions-Fruehstueck gestartet um die umliegenden Huegel Pokharas zu besteigen. Puenktlich zur Mittagshitze haben wirs zur World Peace Pagoda (eine japanische, buddhistische Gedenkstaette) hoch ueber Pokhara thronend, geschafft. Von da aus sind wir dem schoenen Ausblick (waren etwas ueberrascht, WIE gross Pokhara wirklich ist) gefolgt und sind in einem Gewaltmarsch (ca. 6h) bis weit hinter die noerdliche Grneze der Stadt gekommen. Belohnt wurden wir mit weitlaeufigen Reisfeldern in unendlich vielen Gruentoenen.

Der Rueckweg war mindestens genauso inspirierend - diesmal in einem "echten" local-bus... zwischen Viehfutter, einer Ziege, 60 Nepalis und krachlaute Musik (wir haben uebrigens die passende CD dazu gekauft!). Mal von dem Sonnenbrand abgesehen war mal wieder ein ueberaus erfolgreicher Tag. So langsam koennte man glauben, das Gewander macht uns wirklich Spass... :)
Inspiriert durch unser neues Hobby, haben wir am Sonntag (hier ja eigentlich Werktag, nur fuer uns Kirchgaenger natuerlich dennoch frei) direkt unsere (Terror-) Fluege nach Lukla und zurueck gebucht -> jetzt gibt es kein zurueck mehr. *freu*
Der Rest des Tages galt der Entspannung. Mit Buch, Anti-Muekke und Regenzeug bewaffnet haben wir den Nachmittag in unserm Lieblingsrestaurant auf der chilligen Terasse mit Seeblick und Schokokuchen verbracht... herrlich!
Seit heute Morgen hat uns jedoch das Krankenhaus und der Monsun (mal wieder Fahrt zum Spital im Dauerregen) wieder in seinen Faengen. Sieht ja aber auch gut aus:

Gute Besserung und bis zum Wochenende,
Drs. Trekker

veröffentlicht unter: Nepal 4 Kommentare
19Aug/113

Monsun und MTH

Piep. Piep. Piep.... *gaehn*. Guten Morgen Bernhard. Guten Morgen Michi. *BlickausFenster* oh, es regnet. Schon wieder, oder immernoch?

Ungefaehr so begannen 4 der letzten 5 Tage. Pleotzlich hat uns der Monsun ziemlich deutlich getroffen. Von ein paar Sonnenstunden abgesehen regnet es gefuehlt seit fuenf Tagen durchgaengig - mal mehr (40cm Wasser auf der Strasse), mal weniger (nieseln). Das haelt uns nicht davon ab, jeden morgen um 8 das Haus zu verlassen und gut gelaunt mit dem Zweirad durch die Stadt zu cruisen und unseren Dienst peunktlich um 8.30 zur Morgenbesprechung anzutreten.
Die letzten fuenf Tage haben uns einen schon ziemlich deutlichen Eindruck beschert, wie hier Medizin verstanden und Umgesetzt wird. Wenn man ueber den ersten (ein bisschen erschreckenden) Eindruck hinweg ist, muss man feststellen, dass hier viel ist wie bei uns zu Hause - nur anders. : )
Beeindruckend ist zunaechst mal die Ausstattung fuer ein Entwicklungsland wie Nepal. Neben MRT, CT, modernem digitalem Roentgen, Intensivstation und Dialysestation muss man auf fast nichts verzichten. (Kurzer Exkurs fuer die mitlesenden Mediziner: Abgefahren sind die Krankheitsbilder, die es hier nun auch in Echt gibt: miliar TBC, oPhosphat-Intox, Bruccellose, Lepra... davon agbesehen ist der Hauptpathogenitaetsfaktor auch hier der gute Alkohol und das Rauchen. Wie daheim! : )
FACTS: Nepal ist eines der drei Laender auf der Welt, in dem die Lebenserwartung fuer Maenner hoeher ist, als fuer Frauen, ein MRT kostet hier etwa 60 Euro, verschrieben Medikamente muessen von den Angehoerigen bei der Apotheke geholt werden, eine OP ist deutlich billiger als eine Endoskopie (ca. 50 Euro), die Verwandschaft pennt mit im KH auf dem Boden, keiner hat Angst vor unsichtbaren Roentgenstrahlen ;)

Im Grossen und Ganzen muss man sagen, dass wir hier einen schoenen Einblick bekommen in oestlicher Medizin. Wenn die Nepalis (eigentlich eher Inder, denn ueber 50% der Aerzte hier sind keine Nepali) sich erstmal an einen gewoehnt haben, wird man auch in den Krankenhausalltag integriert.
Jetzt haben wir erstmal zwei Regentage frei fuer exzessives Regen-Berg-Training.

Bis naechste Woche,
Micha & Burnz

Sarah Eisenhardt gefällt dieser Artikel
veröffentlicht unter: Nepal 3 Kommentare
15Aug/115

wie eine grosse Familie.

es ist gekommen wie es keiner dachte... : )
Den Samstag (ist der nepalesische Sonntag) sind wir auf grosse Tour gegangen und haben das Pokhara-Umland unsicher gemacht. Vom grossen Wasserfall im Sueden ueber ein tibetanisches Fluechtlignslager im Norden bis zum lokalen Baggersee im Osten haben wir etwa 75% der Sehenswuerdigkeiten in nur einem Tag abgehakt... es ist nunmal nur eine Kleinstadt! : )

Den Samstag Abend haben wir uns bei zwei Flaschen Starkbier mal ausgiebig (2h) zusammengesetzt und ge"brainstormed". Einen laengst ueberfaelligen Reisplan erstellt und daraufhin den Sonntag als den ersten Tag der Woche (hier ist nur der Samstag frei) genutzt und ein paar Koepfe mit Naegeln zu machen.
Wir haben Fluege gebucht, Hotelzimmer raus gesucht, mit Aerzten verhandelt, viele $$$ an den Mann und das Krankenhaus gebracht und sind halsbrecherisch Motorrad gefahren.
Aber eins nach dem anderen... als erstets mussten wir feststellen, dass 200$ deutlich mehr wert sind, als eine vollstaendige und fristgerechte Bewerbung. Es war entgegen unserer Erwartungen kein Problem einfach im Spital aufzutauchen und einen Famulus-Platz zu "kaufen" - unverschaemt teuer, aber wir verbuchen es als grosszuegige Spende an das lokale Gesundheitssystem und haben damit etwa 8 OPs fuer Ausbildungszwecke finanziert. Als naechstets haben wir uns in unsere neue "Familie" eingekauft und unser WG-Zimmer fuer die naechsten zwei Wochen reserviert... (keine Angst, wir kommen wieder Heim - versprochen). Dann noch schnell ein Motorrad gemietet um dem lokalen Bus (1,5h fuer 7km) zu entgehen und fertig war unser Pokhara-Medizin-Ausflug!
Oh fuer unser Bewerbungsgespraech haben wir uns uebrigens Rasieren lassen (nein, nicht auf dem Kopf!)

Unser erster Tag fing mit 45 Minuten warten im Keller an - dann wurden wir unseren Abteilungen zugeteilt. Bernhard der medizinischen Intensivstation und Michael in die chirurgische Ambulanz. Einen ausfuehrlichen Bericht wollen wir hier erstmal nicht liefern - dafuer haben wir noch zu wenig gesehen. Erstes Resumee: Hygiene eher fragwuerdig, Therapien (fast) auf unserem (verblendeten westlichen?) Standard -> wir wurden nett aufgenommen und man fuehlt sich nicht halb so sehr wie ein Fremdkoerper wie erwartet.

Ein paar ganz liebe Gruesse in die Heimat...
uns geht es gut! :)

veröffentlicht unter: Nepal 5 Kommentare