NewYork Marathon?

puuhhh…. was für ein “erster” Tag!

Heute sind wir etwa 42,195km gelaufen – 98% davon im MoMA auf und ab… ; ) Aber was soll ich sagen: es hat sich gelohnt! Wir haben wohl Werke von so ziemlich jedem “wichtigen” Künstler der letzten 200 Jahre gesehen – manchmal mehr, manchmal weniger beeindruckend. Was aber auf jeden Fall hängen geblieben sind… Miro und sein ständiges Durchbrechen von klaren einfachen Flächen, naive kindliche “Schmiererei”; Dali mit seiner wahnsinnigen Detailverliebtheit – oh mann.. die “Beständigkeit der Erinnerung” und das Portrait seiner Frau Gala Dali waren wirklich HAMMER!

Aber dann waren da noch Kadinsky, Monet, Picasso (-> die Bilder im Stil des Kubismus hatte ich vorher noch nie gesehen, aber mann mann mann….^^), dann noch van Gogh und die Sonderausstellung zum Theman Zwielicht, Dämmerung und Nacht. Es warbesonders interessant zu sehen, wie tief er sich in ein Thema”eingearbeitet” hat und wieviel Zeit, Mühen, Hingabe, Vorbereitung und Skizzen/Versuche es gebraucht hat, bis er zufrieden war mit seinem Werk – hat sich aber auch gelohnt! ; )

Nicht zu vergessen tolle “Newcomer” wie Robert Rauschenberg und sein Werk “Rebus”, aber auch die klassisch bescheurten Sachen wie “Red Bird ” von Agnes Martin.

Achso, und für unsere Frau Mama haben wir uns etwa 18Minuten lang Monets Seerosenteich angeschaut – so 100% sind wir hinter die Genialität dieses Werkes nicht gekommen – beieindruckend wars dennoch – ich mein, das Bild ist 3mal 5m auf 3m! ; )

Beinnahe hätte ich Theresa verheiratet… naja, eigentlich hatte ich gar nicht damit zu tun, aber das Jagdverhalten amerikanischer Midvierziger macht scheinbar auch vor unschuldigen Touri-Mädels nicht halt – selbst Ausflüchte wie “ich bin nur kurz zu Besuch hier” und “mein Bruder wartet da drüben auf mich” haben zumindesteine”Einladung” zum Mittagessen (am besten wohl bei ihm im Penthouse . nackt) oder Dinner nicht abwenden können – ich glaub aber, sie geht nicht hin! ; ) An dieser Stelle: Sorry Ken, try again in 15 years.

Zum Mittagessen gabs dann die ersten richtigen Burger! Oh mann…. das war zwar nur “applebees”, aber mann, was ein Burger! Etwa so groß wie ein Gymnastikball und so kalorienreich wie 4 Liter Eiscreme, aber auch so gut, dass man selber mit Pfeil und Bogen auf Burgerjagd gehen würde – drüben in Burgerland…

Abends, nachdem wir etwa 14 Minuten Zeit hatten, mal so richtig die Beine hoch zu legen und zu entspannen gings weiter ins nächste Museum – diesmal aber zum Feiern -> firstfridays im Guggenheim Museum. Dummerweise sehen die Amerikaner das mit den Freitagen nicht so eng, und so ist die Party aus nicht ersichtlichem Grund ausgefallen… Gut jedoch war, dass wir nicht die einzigen blöden Touris waren, die enttäuscht vor verschlossenen Türen standen. Also gut, Alternativplan… zurück ins Hostel, Stadtplan und Metrokarte geholt und ab ins “Village” – das bezeichnet den Bereich von der 14ten Straße an südwärts zwischen 1. und 3. Avenue. Das ist wohl der”verruchte” Teil der Stadt… eine Bar neben der anderen. Nach ein bisschen Suchen und dem ein oder anderen Fehlversuch haben wir auch eine gefunden, die das mit diesem unverständlichem “ab 21″ nicht gar so ernst nimmt. Gelandet sind wir im Simone, eine putzige, viel zu laute Wein und Cocktailbar ganz im Moulin Rouge Style. Ziemlich betrunkene und damit ZIEMLICH peinliche amerikansische Midzwanziger haben uns eine gute Brücke gebaut zu einer witzigen Bekanntschaft: Ein Neurochirurg und eine Krankenschwester -live aus NewYork- er Mitte Dreißig, kommt aus Deutschland… ne, sogar aus Erlangen.. noch besser: hat in der Luitpoldstraße noch eine Wohnung! ; ) Und sie Mitte zwanzig – Amerikanerin, spricht fließend Deutsch und ist seit etwa 2 Monaten in NewYork. Das hat uns zu ein paar tollen Insidertipps und einem echt witzigen Abend verholfen. So wurde aus unserem Plan “ein Cocktail und so gegen 1 wieder heim” noch zwei Bier, Frühstück und ins Hostel um halb5… man verzeihe uns also, dass es unser update erst jetzt gibt… nach ein paar Stunden Schlaf.

Für heute steht erstmal gar nichts auf dem Programm… wir suchen uns mal was zum Essen und schauen, wohin uns die Stadt so treibt,… das Wetter würde gut zum CentralPark passen – im Moment ist es betont warm in der Stadt für Anfang Oktober.

Mit geschwollenen Füßen,… äh und lieben Grüßen,

Michael und Theresa


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